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Forschungshintergrund -
Vorgängerstudie
„Menschen für Sachsen-Anhalt“ – Abwanderung und
Geburtenrückgang
Von 2002
bis 2004 wurden in der Studie „Menschen
für Sachsen-Anhalt“ die Hintergründe der regionalen
Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland erforscht.
In der untersuchten
Region Sachsen-Anhalt zeigt sich der Bevölkerungsrückgang
stärker als in jedem anderen Bundesland. Er wird zu etwa zwei Dritteln
durch Abwanderung und zu einem Drittel durch den Geburtenrückgang
verursacht. Vor allem junge, gut ausgebildete Menschen, die auch in
der Heimat eine berufliche Chance hätten, wandern in den Westen
ab und gehen als wichtige Träger des Aufbaus Ost verloren.
Hohe Rückkehrbereitschaft
Die tatsächliche
Rückkehrbereitschaft der Abgewanderten ist erstaunlich hoch, denn
die Entscheidungen zu Abwanderung und Rückkehr sind nicht nur arbeitsmarktabhängig.
Sie werden auch von „weichen“ Standortfaktoren, persönlichen
Bindungen und Vorlieben der wandernden Personen beeinflusst. Rückwanderung
wird zum Beispiel gefördert, indem die Beziehungen zur Heimat aufrechterhalten
werden: Lebendige Netzwerke sind die Voraussetzung dafür.
An diesen Punkten gilt es anzusetzen, um die „typisch ostdeutsche“
Abwärtsspirale aus Abwanderung, Qualifikationsverlust und Beschäftigungsabbau
zu durchbrechen.
Lösungsansätze
Aus den
Ergebnissen der „Zukunftsstudie Sachsen-Anhalt“ lassen sich
drei Lösungsansätze herauskristallisieren, mit deren Hilfe
den negativen Folgen des Bevölkerungsrückgangs begegnet werden
kann:
1. Förderung
der Rück- und Zuwanderung
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Die Binde- und Haltefaktoren der Region Sachsen-Anhalt sind zu schwach
entwickelt. Zu fördern sind Binde- und Haltefaktoren wie z.B.
ein offenes gesellschaftliches und kulturelles Umfeld, Familienfreundlichkeit,
Wohn- und Lebensqualität, Möglichkeiten des Grunderwerbs
und Netzwerke der Abgewanderten..
2. Familienpolitik
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Familienpolitik bezieht sich auf Kommunale Familienförderung
z.B. in den Bereichen Wohnungsbau, Verkehr und Gesundheit und auf
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die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere
auf betrieblicher Ebene.
3. Bildungspolitik
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Bildungseinrichtungen in der Fläche erhalten,
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Hochschulen familienfreundlich gestalten,
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Hochschulen als Bevölkerungsmagneten einsetzen.
Die Erkenntnisse
des Projekts „Menschen für Sachsen-Anhalt“ und die
aufgezeigten Lösungsansätze dienen als Anknüpfungspunkt
zu den aktuellen Forschungsvorhaben „Rückwanderung als dynamischer
Faktor für ostdeutsche Städte“ und „Bevölkerungsmagnet
familienfreundliche Hochschule“.